12.08.2019

Angststörungen: beeinflussen das Leben massiv

Eine Angststörung liegt vor, wenn eine Angst unangemessen stark ist und in keinem Verhältnis zur Situation steht. Betroffene erleben ausgeprägte Angst und körperliche Angstsymptome in der Regel so stark, dass ihr alltägliches Leben beeinträchtigt wird. Schätzungen zufolge leidet jeder vierte Mensch einmal in seinem Leben an einer Angststörung.

Welche Arten von Angststörungen gibt es?

1. Generalisierte Angststörung

Hier handelt es sich um unbestimmte Ängste und Gefühle, die sich auf verschiedene Lebens- und Alltagssituationen beziehen.

2. Panikstörungen

Menschen, die an einer Panikstörung leiden, erleben immer wieder Angstanfälle, die mit einem starken Angstgefühl und körperlichen Beschwerden, wie Schweißausbrüchen, Herzrasen oder Schwindel, verbunden sind.

3. Phobien

Phobien äußern sich in starker Angst vor bestimmten Situationen (Menschenansammlungen, Einladungen) oder Objekten (freie Plätze, Brücken, Aufzüge), obwohl dieser Angstzustand unbegründet ist.

Welche Auswirkungen hat eine Angststörung?

Eine Angststörung kann das Leben des Betroffenen stark beeinflussen, sodass manchmal der Beruf nicht mehr ausgeübt oder bestimmte Situationen nur in Begleitung bewältigt werden können.

Wie wird eine Angststörung diagnostiziert?

Um bei Verdacht auf eine Angststörung die Diagnose zu stellen, führen Ärzte, Psychiater oder Psychotherapeuten ausführliche Gespräche mit dem Betroffenen. Unterstützend werden strukturierte Interviewleitfäden oder Fragebögen eingesetzt, um bestehende Symptome zu erfassen. Eine nachfolgende Therapie richtet sich nach Art und Grad der Angststörung. Je früher der Betroffene eine Behandlung beginnt, desto größer ist die Chance auf Heilung.

Ihr Ansprechpartner

Bahman Razaghi

Bahman Razaghi

Chefarzt der Fachklinik für Akutpsychosomatik

MEDICLIN Kliniken Bad Wildungen