12.08.2019

Antidepressiva – Hilfreiche Medikamente bei psychischen Erkrankungen

Antidepressiva sind Medikamente, die häufig zur Therapie von Depressionen, aber auch bei Zwangsstörungen, Panikattacken, Schlafstörungen, Belastungsstörungen und in der Schmerztherapie eingesetzt werden. Sie beeinflussen in unterschiedlichen Formen das Gleichgewicht der Hirnbotenstoffe, welche essentiell für das Zusammenspiel der Zellen im Organismus sind. Die Antidepressiva wirken sich auf die Konzentration verschiedener Botenstoffe im Gehirn aus, indem sie ihre Aufnahme in die Nervenzellen hemmen. Die Botenstoffe, welche Reize weiterleiten, erhalten so eine höhere Konzentration zwischen den Nervenzellen und wirken länger im Gehirn. Dadurch wird zum Beispiel die Stimmung aufgehellt und Ängste reduziert. Antidepressiva unterscheiden sich grundsätzlich in Wirkstoff, Dosis und Nebenwirkungen.

Zu den bekannten Antidepressiva zählen:

  • Tri- und tetrazyklische Antidepressiva
  • SSRI und SNRI
  • NARI
  • MAO-Hemmer
  • Atypische Antidepressiva
  • Sonstige Antidepressiva

Wenn die Symptome beispielsweise bei einer Depression abgeklungen sind, sollten die Antidepressiva noch eine Zeit weiter eingenommen werden. Dieses Vorgehen ist wichtig, um Rückfälle zu vermeiden. Wird die Einnahme des Medikaments vorzeitig abgebrochen, werden die Hirnbotenstoffe nicht mehr gehemmt und die Symptome, wie Ängste und Stimmungsschwankungen, treten wieder verstärkt auf. Sind die Nebenwirkungen bei einem Antidepressivum zu extrem, ist die Behandlung mit einem anderen Medikament sinnvoll.

Typische Nebenwirkungen sind:

  • Mundtrockenheit
  • Schwindel
  • vermehrtes Schwitzen
  • Verstopfungen
  • Herabsetzung von Libido und Potenz
  • Pupillenerweiterung und Veränderung des Sehvermögens
  • Verlangsamung der Erregungsüberleitung am Herzen
  • Gewichtszunahme
  • Krampfanfälle

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Ihr Ansprechpartner

Bahman Razaghi

Bahman Razaghi

Chefarzt der Fachklinik für Akutpsychosomatik

MEDICLIN Kliniken Bad Wildungen